Offizielle Verleihung des Gemeindewappens an die Ortsgemeinde Helmenzen
Am Donnerstag, den 20. August 2026, fand im Westerwälder Hof in Helmenzen die offizielle Verleihung des Wappens der Ortsgemeinde Helmenzen statt.
Zu diesem besonderen Anlass konnte Ortsbürgermeister Timo Herrmann neben den Mitgliedern des Gemeinderates auch Landrat Dr. Peter Enders, Verbandsgemeindebürgermeister Fred Jüngerich sowie Daniel Schneider begrüßen, der das Wappen als Heraldiker entworfen und die historische sowie heraldische Ausarbeitung begleitet hat.
Mit dem neuen Wappen erhält die Ortsgemeinde ein Zeichen, das eng mit ihrer Geschichte und ihrer Identität verbunden ist. Im Mittelpunkt stehen dabei der saynische Löwe, das Richtschwert und das Doppelrad.
Der goldene Löwe auf rotem Grund ist dem Wappen der Grafen von Sayn entlehnt und erinnert an die jahrhundertelange Zugehörigkeit der heutigen Ortsteile Helmenzen und Oberölfen zum Sayner Land. Nach der Teilung der Grafschaft Sayn gehörte Helmenzen zu Sayn-Altenkirchen, während Oberölfen Sayn-Hachenburg zugeordnet war.
Eine besondere Bedeutung haben Richtschwert und Doppelrad. Sie verweisen auf die historische Stellung Helmenzens als saynische Richtstätte und damit auf die frühere Hochgerichtsbarkeit für das Amt Altenkirchen. Das Richtschwert steht dabei als charakteristisches Instrument des Scharfrichters unmittelbar für diese besondere historische Funktion.
Auch das Doppelrad greift zunächst diesen Bezug zur damaligen Richtstätte auf. Gleichzeitig besitzt es eine zweite, für die heutige Ortsgemeinde besonders passende Bedeutung: Je eines der beiden verbundenen Räder steht für die Ortsteile Helmenzen und Oberölfen. Die Verbindung der Räder symbolisiert den Zusammenschluss der früher eigenständigen Gemeinden und ihre heute gewachsene Verbundenheit.
Durch diese Kombination ist ein Wappen entstanden, das die Geschichte Helmenzens nicht nur aufgreift, sondern in besonderer Weise mit der heutigen Ortsgemeinde verbindet. Die Verbindung von Richtschwert und schräggestelltem Doppelrad ist heraldisch äußerst selten und macht das Wappen zu einem weitgehend einzigartigen Sinnbild für Helmenzen.
Ortsbürgermeister Timo Herrmann dankte insbesondere Daniel Schneider für die intensive historische Recherche und die fachkundige heraldische Ausarbeitung sowie allen Beteiligten, die das Verfahren bis zur offiziellen Verleihung begleitet haben.
Im Anschluss an die Übergabe verbrachten die Gäste bei einem gemeinsamen Imbiss und guten Gesprächen noch einige gesellige Stunden im Westerwälder Hof.
Ein besonderer Dank gilt hierbei der Familie Bonomo, den Pächtern des Westerwälder Hofes, die die Gäste an diesem Abend hervorragend bewirtete und damit zu einem rundum gelungenen Rahmen für die Wappenverleihung beitrug.